"Der tägliche Fahrgastzeitverlust (das ist die Zeit, die die Fahrgäste pro Tag durch die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Strecken verlieren) ist von 4.000 Stunden im Vorjahr auf fast 4.800 Stunden pro Tag angestiegen. Diese Entwicklung zeigt, dass neue Langsamfahrstellen zunehmend auf stark nachgefragten Strecken liegen (Beispiel Grunewald). Hier ist die DB auch aus volkswirtschaftlicher Sicht gefordert, schnelle Abhilfe zu schaffen."So resümiert der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg in seinem neuesten Bericht zum Zustand des Schienennetzes in der Region Berlin-Brandenburg: Zwar sind sich auf einigen Strecken, so auf der Nordbahn und der Stettiner Bahn, Verbesserungen zu verzeichnen. Doch diesen Verbesserungen stehen teils gravierende Verschlechterungen an anderen Stellen des Netzes gegenüber, bspw. auf der Strecke durch den Grunewald (RE1 & RE7). Auf diesem Streckenabschnitt ist dabei aber auch kein wirklicher Baufortschritt zu verzeichnen, so der VBB.
"In diesem Jahr wurden im gesamten Untersuchungsnetz 692 Geschwindigkeitseinbrüche mit einer Gesamtlänge von 605,6 km festgestellt. Insgesamt sind somit 13,5% des Netzes nicht mit der eigentlichen Streckengeschwindigkeit befahrbar. Die hieraus errechneten Fahrzeitverluste summieren sich auf 3 Stunden und 51 Minuten, was einem Anteil von 5,9% der Fahrzeit entspricht. Während in den Vorjahren in der Summe aller Strecken Verbesserungen im Jahresvergleich von mehr als 35 Minuten (2008) bzw. 5 Minuten (2009) festgestellt wurde, zeigt die diesjährige Differenz eine Verschlechterung des Netzzustands von knapp 5 Minuten.Die Kurzfassung des VBB-Netzzustandsberichts steht hier zum herunterladen zur Verfügung.
Somit ist in den letzten zwei Jahren eine Stagnation des Netzzustands eingetreten."


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